U18-EM Rieti Tag 2 | Weitere Finaleinzüge für Team BW

  17.07.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport
Auch am zweiten Tag der U18-Europameisterschaften in Rieti (Italien) präsentieren sich die Athlet:innen aus Baden-Württemberg von ihrer besten Seite. Gleich drei Starter:innen feierten den Einzug ins Finale.

Speerwurf wird Elisabeth Nawroth zum Verhängnis
Nachdem Elisabeth Nawroth vom TSV Gomaringen im Siebenkampf nach einem wechselhaften ersten Tag auf Platz 11 übernachtet hatte, gelang ihr am Freitagmorgen ein guter Auftakt in den zweiten Wettkampftag. In einer ihrer besten Disziplinen sprang sie nach einem ungültigen Sprung im zweiten Versuch gute 5,73 Meter und damit in den Bereich ihrer persönlichen Bestleistung. In der Gesamtwertung verbesserte sie sich vor den verbleibenden beiden Disziplinen auf Platz 8. 

Die Berg- und Talfahrt ihres Mehrkampfs setzte sich dann allerdings im Speerwurf fort. Die 17-Jährige hatte von Beginn an große technische Probleme und stellte den Speer wiederholt zu steil an. So gelang ihr kein gültiger Versuch und sie musste diese Disziplin mit 0 Punkten beenden.

Im abschließenden 800-Meter-Lauf zeigte sie in 2:30,42 Minuten noch einmal einen beherzten Auftritt und blieb nur vier Sekunden hinter ihrer Bestzeit zurück. Mit 4692 Punkten beendete sie ihren Siebenkampf.

Teresie Hess auf den Punkt topfit
Ein einziger Sprung reichte Teresie Hess (SG Schorndorf 1846) nicht nur für den Einzug ins Weitsprungfinale, sondern sogar für eine persönliche Bestleistung. Direkt in ihrem ersten Versuch landete sie bei 6,19 Metern, pulverisierte ihre bisherige Bestmarke von 6,08 Meter deutlich und übertraf damit die erforderliche Qualifikationsweite von 6,10 Meter. Als zweitbeste Springerin im gesamten Feld darf sie sich nun sogar Hoffnungen auf eine Medaille machen, wenn sie morgen im Finale antritt.

Souveräne Qualifikation für Eva Marie Weisbrodt
Wie schon tags zuvor Jonathan Hummel zog auch Eva Marie Weisbrodt (MTG Mannheim) souverän ins Stabhochsprungfinale ein, auch wenn sie dafür mehr Sprünge zeigen musste. Sowohl bei ihrer Einstiegshöhe von 3,60 Meter als auch über die 3,75 Meter leistete sie sich jeweils einen Fehlversuch. Über 3,85 Meter flog sie dann aber im ersten Versuch und sicherte sich damit den sicheren Finaleinzug. Diese Höhe reichte aufgrund der Ergebnisse in beiden Qualifikationsgruppen, sodass sie nun unter den 12 besten Springerinnen in Europa steht.

Anna Pantchev muss zittern
Im zweiten Halbfinale über die 400 Meter zeigte Anna Pantchev wie schon im Vorlauf eine starke Leistung. Nachdem sie am Donnerstag noch auf der ungeliebten Außenbahn laufen musste, war sie diesmal auf Bahn fünf mitten im Geschehen. Als Dritte bog sie auf die Zielgerade und verteidigte diesen Platz in guten 54,51 Sekunden bis ins Ziel. Da sich nur die ersten beiden jedes Halbfinals direkt für das Finale qualifizieren, musste Pantchev noch einige Minuten zittern. Dann folgte aber die Erleichterung: Das dritte Halbfinale war deutlich langsamer, sodass sich die Athletin vom LAZ Ludwigsburg als eine der zwei Zeitschnellsten für das Finale qualifizierte.

Endstation Halbfinale für Lisa Fischer
Nachdem Nachrückerin Lisa Fischer (TSG Niefern) sich gestern überraschend für das Halbfinale über 100 Meter qualifiziert hatte, reichte es heute nicht für die nächste Runde. In 11,93 Sekunden kam sie als Siebte ihres Laufs ins Ziel. Sie blieb damit 15 Hundertstel über ihrer Bestleistung, kann aber trotzdem auf eine erfolgreiche EM zurückblicken.

Dominik Wiedenmann kann Tempoverschärfung nicht mitgehen
Im Vorlauf über die 1500 Meter blieb das Feld zunächst eng zusammen, Dominik Wiedenmann vom VfL Sindelfingen ordnete sich etwas weiter hinten im Feld ein. Mit der Glocke zur Schlussrunde wurde das Tempo dann deutlich verschärft – Wiedenmann, am Ende des Feldes, konnte nicht mitgehen. Der Sindelfinger kämpfte um jeden Platz und kam am Ende nach 4:04,32 Minuten als Vorletzter seines Laufs ins Ziel.

Nele Neumann / wlv